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dies und das:



Chapf Koebi

Bsuech bim 'Chapf-Köbi' (Urchig, gluschtig,
unerhört guet und chaiba gmüetli)
 
Der Bauernbetrieb mit Bergwirtschaft liegt auf 1100 m.ü.M. im St. Gallergebiet Hemberg. Dort lebt Jakob Frei ('Chapf-Köbi') mit seiner Frau Ruth sowie seinen vier Kindern Köbi junior, Monika, Hansueli und Christian. Köbi, ein Original, der alle duzt. Sogar einen Bundesrat. In Bern hat er ihn einmal getroffen. Auf dem Chapf hat ihn der 'Sämi' dann besucht, per Helikopter. "Dem Hergott sagt man ja auch du" hört man von ihm.
Und Köbis Käse. Auch diese haben ihren Charakter. Wild und würzig die einen, mild und doch eigen andere. Von Hand gerührt, nicht mit einem Rührwerk wie auf vielen Alpen üblich. Aus Kuh- oder Ziegenmilch – oder gemischt. Nicht verstehen kann und will er die "Milchbüebli". Die Käseexperten vom Gesundheitsamt, die ihn belehren wollen. Wegen der Hygiene und so. Dabei ist sein kleiner Finger viel besser als das beste Thermometer. Zwar muss er das hözerne Sennengeschirr etwas länger putzen als die Metallkessi, doch "das gehört doch einfach dazu". Früher ist es gegangen, also geht es auch heute. So einfach ist das. Nein, diese "Übergstudierten", diese "Krawättliseckel", mag Köbi nicht ausstehen.
Die Zufahrt erfolgt von Urnäsch her Richtung Hochalp. Am Ende der öffentlichen Strasse kann das Fahrzeug bei der Waldhütte oder etwas weiter hinten beim Bach parkiert werden. Nun folgt ein ca. 30 – 40-minütiger Fussmarsch entlang der mit einem Fahrverbot und mit zwei Hinweisschildern belegten Privatstrasse.
Die schöne Aussicht und die Sonne hoch über dem Nebelmeer mit Blick auf den Säntis, den Kronberg, die Hochalp, den Hochkamm und sogar dem Feldberg (D) lassen alle Sorgen vergessen. Wer einmal beim Bergbauer, Käser und Beizer 'Chapf-Köbi', dessen Lebensmotto "Z'friede see isch wichtiger als Gält" lautet, eingekehrt ist, wird immer wieder zu ihm und seiner Familie zurückkehren.
Die Köchinnen Ruth Frei mit und ihre Tochter Monika sind für die Bewirtung in der Bergbeiz zuständig. Da Beide auch im Haus und Hof viel zu tun haben, gibt es warmes Essen nur auf Vorbestellung (Fondue, Chäshörnli oder Rohmzonne). Sonst hat es Speck, Appenzeller Pantli, Schüblig und eigenen Käse (auch zum Mitnehmen). Und natürlich auch etwas zu trinken u.a. Saft vom Fass, Chapf-Kaffi sowie Qölfrisch-Bier.


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Chäshörnli
Zutaten für 4 Personen:

200 g Hörnli
300 g Appenzeller Alpkäse geraffelt
1-2 Zwiebeln gehackt
Butter
Salz
Zubereitung:

Butter in die Bratpfanne geben und schmelzen lassen. Darin die gehackten Zwiebeln glasig andünsten. Die Hörnli in reichlich Salzwasser in einer separaten Pfanne kochen, bis sie fast gar sind. Dann zusammen mit dem geraffelten Alpkäse zu den Zwiebeln in die Bratpfanne geben und umrühren, bis der Käse geschmolzen ist. Bei rässem Käse ist salzen überflüssig.

Eine traditionelle Appenzeller Älplervariante mit Brot statt Hörnli ist der „Alte Maa“:
Für 4 Personen schneidet man 400 g altbackenes Brot in Würfel und gibt dieses lagenweise mit 200 g geriebenen Alpkäse in eine Schüssel. Das Ganze übergiesst man mit einem Viertelliter Rahm-Milch-Gemisch und lässt es etwa eine Stunde stehen. Dann etwas Butter erhitzen und das Gericht unter ständigem Wenden braten, bis der Käse geschmolzen ist.


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Rohmzonne
Zutaten für 4 Personen

1 l Rahm
1 Hand voll Weissmehl
1 Prise Salz
Etwas Zucker
Zubereitung:

Für dieses traditionelle Älplerzmittag gibt man etwas weniger als einen Liter Rahm in eine Pfanne und bringt ihn bei leichtem Feuer und unter ständigem Rühren zum Sieden. Eine Hand voll Mehl und etwas Rahm zu einem „Mehlteigli“ rühren. (Wer Lust hat, kann noch ein Ei dazuquirlen.) Diesen Brei in den kochenden Rahm geben und unter ständigem Rühren auf den Moment warten, da die Zonne zu „schnupfen“ beginnt, das heisst, bis sich am Pfannenrand die Butter ausscheidet. Nun gibt man noch eine Prise Salz und nach Belieben etwas Zucker dazu.

Die „Rohmzonne“ stellt man in der Pfanne mitten auf den Tisch, Teller gibt es keine, sondern alle bedienen sich mit einem Löffel direkt aus der Pfanne. Dazu reicht man Brot und Milch oder Milchkaffee.

Ein ähnliches Älplergericht ist der „Fenz“.

Für 4 Personen lässt man 300 g Butter in einer Pfanne schmelzen. Wenn sie zu sieden beginnt, giesst man einen Mehlteig (300 g Mehl, 3 dl Milch und etwas Salz) dazu und rührt weiter, bis der „Fenz“ schön sämig ist.





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